Zecken Gefahr für Mensch und Hund

Zecken

Hier finden sich aktuelle Informationen über die Zeckenarten und die jeweiligen Zeckengebiet in Deutschland:

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Zecken im Juli/August

Sommerzeit – Urlaubszeit! Hohe Temperaturen und Phasen ohne Regen zwingen viele Zecken (die Rede ist vom Gemeinen Holzbock), trotz Hunger vorübergehend ihre Lauerplätze zu verlassen und die schützende Laubstreu aufzusuchen.

Während bei hochsommerlich schönem Wetter also eher weniger Zecken aktiv sind, begeben wir Menschen uns gerade in dieser Jahreszeit besonders gerne ins Grüne. So manche Couchpotato, die während der kühleren Monate kaum mal einen Fuß vor die Tür setzt, genießt jetzt ausgiebig den Aufenthalt in der Natur. Folge: Es kommt im Hochsommer zu vielen Zeckenstichen beim Menschen – trotz häufig nicht allzu hoher Zeckenaktivität.

Aber was machen Zecken eigentlich im Sommer, wenn sie nicht auf Wirtsuche sind?
Eine Zecke ist in der Tat nicht immer auf der Suche nach einem Wirt. Wenn sie sich z. B. gerade mit Blut vollgesaugt hat, gilt es das aufgenommene Blut zu verdauen und sich zum nächsten Entwicklungsstadium zu häuten. Das vollgesogene Weibchen beginnt Eier zu produzieren und sie abzulegen – bis zu 3000 an der Zahl!

Die Häutung von der satten Larve zur Nymphe und von der satten Nymphe zur erwachsenen Zecke erfolgt ausschließlich in den Sommermonaten, egal wann die Blutmahlzeit stattgefunden hat. Eine Zecke, die sich im Herbst vollsaugt, häutet sich also erst im Sommer des folgenden Jahres. Sie überwintert als dicke, runde Zecke. Eine Zecke, die sich im Juni vollsaugt, häutet sich hingegen innerhalb von nur wenigen Wochen noch im selben Sommer.

Sicher ist: Alle zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr aktiven Zecken sind mindestens seit dem Sommer zuvor ohne Blutmahlzeit, viele sogar deutlich länger. Zecken, die im Juli/August 2011 aktiv sind, haben sich fast alle im Sommer 2010 gehäutet und sind mindestens seit dem Frühsommer 2010, höchstens aber seit dem Spätsommer 2009 ohne Blutmahlzeit. Das sind immerhin 1–2 Jahre. Der Gemeine Holzbock frönt also nicht nur bei Gelegenheit der Völlerei, sondern ist zwischen den Blutmahlzeiten ein wahrer Hungerkünstler.

Was ist mit anderen Zeckenarten?
Erwachsene Schafzecken und Auwaldzecken werden von Juni bis Mitte August kaum aktiv. Erst in der zweiten Augusthälfte leiten sie allmählich ihre herbstliche Aktivitätsphase ein. Dafür nutzen die recht kurzlebigen Larven und Nymphen dieser beiden Zeckenarten die warme Jahreszeit, um von Stellen aus, die für uns verborgen sind, einen Wirt zu suchen. Häufig handelt es sich um Mäuse, von denen sie etwas Blut ergattern, um ihr Überleben und ihre Weiterentwicklung bis zum nächsten Blutmahl zu sichern.

Was sind Zecken?

Zecken sind Parasiten und ernähren sich vom Blut ihrer Wirte.

Für erhebliche Probleme sorgen Zecken, die den Menschen oder seine Nutztiere befallen und mit ihrem Stich Krankheitserreger übertragen.

Zeckenarten in Deutschland:

– Gemeiner Holzbock

– Auwaldzecke

– Igelzecke

– Schafzecke

– Braune Hundezecke

 

Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) beim Hund

Gemeiner Holzbock

In Mitteleuropa ist von allen Zeckenarten der Gemeine Holzbock am häufigsten auf Hunden zu entdecken. Dabei fallen aufgrund ihrer Größe besonders die saugenden Weibchen auf. Saugen sie schon seit einigen Tagen, können sie die Größe einer Erbse oder sogar einer Kaffeebohne erreichen! Sie sind dann bereits nahezu gesättigt und würden wohl bald darauf – möglicherweise noch am selben Tag − von alleine abfallen. Die mit Abstand größte Gewichtszunahme der Zecke erfolgt in den letzten ca. 24 Stunden des Saugakts. In dessen Verlauf ändert sich die Färbung des Weibchens, dessen Hinterleib im hungrigen Zustand rot ist, über ein bräunliches Rosa hin zu einem Grauton. Die schwarz gefärbten Männchen des Gemeinen Holzbocks sind im Vergleich zu den Weibchen leicht zu übersehen, denn sie saugen nur sehr wenig Blut und bleiben entsprechend klein. Man findet sie häufig auf der Bauchseite eines saugenden Zeckenweibchens oder sich frei im Fell bewegend, nur in Ausnahmefällen eingestochen in der Haut. Auf dem Wirt umherlaufende Männchen sind auf der Suche nach einem Weibchen, um es zu begatten. Einmal gefunden bleiben sie dann für einige Tage bei diesem Weibchen. Insgesamt können sich die Männchen des Gemeinen Holzbocks wochenlang auf einem Hund aufhalten, während ein Weibchen nach etwa 8−10 Tagen – so lange dauert der Saugakt – den Wirt zur Eiablage verlässt. Deutlich seltener als erwachsene Zecken sind die dunkelgrauen Nymphen des Gemeinen Holzbocks auf dem Hund anzutreffen. Wegen ihrer geringen Größe (vollgesogen etwa stecknadelkopfgroß) sind sie leicht zu übersehen. Das kleinste parasitische Entwicklungsstadium, die hellbraun gefärbte Larve, werden die meisten Hundebesitzer kaum einmal zu Gesicht bekommen. Sie scheint ähnlich wie die Nymphe keine besondere Vorliebe für Hunde zu hegen. Außerdem saugt sie nur für 2−4 Tage und erreicht selbst im vollgesogenen Zustand bei Weitem nicht die Größe eines Stecknadelkopfes.

Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) beim Hund

Auwaldzecke

Diese Spezies, die nur als erwachsene Zecke den Hund befällt, hat sich in den letzten Jahren in Deutschland stark ausgebreitet. Verbreitungsschwerpunkte in Deutschland sind der Osten und der Südwesten. Das Vorkommen der Spezies ist oft lokal begrenzt, im Gegensatz zum Gemeinen Holzbock, der im Wald und auf waldähnlichen Flächen eher flächendeckend vorkommt. Die Auwaldzecke bevorzugt im Unterschied zum Gemeinen Holzbock etwas offenere, aber nicht zu trockene, von hochwüchsigen Gräsern bewachsene Flächen, die mit Büschen oder jungen Bäumen durchsetzt sind.

Im Unterschied zum Gemeinen Holzbock ist die erwachsene Auwaldzecke in der kalten Jahreszeit, selbst im Januar und Februar, regelmäßig aktiv, sofern die Temperatur am Tag über 0°C liegt. Selten ist sie hingegen in den warmen Sommermonaten von Juni bis August zu entdecken. Lokal kann die Dichte der Auwaldzecke recht hoch sein – mitunter so hoch, dass erwachsene Weibchen und Männchen auf dem Hund zeitweise häufiger zu finden sind als Weibchen und Männchen des Gemeine Holzbocks. Im Unterschied zur erwachsenen Auwaldzecke findet man die Larven und Nymphen bevorzugt auf Kleinsäugern, nicht aber auf Hunden.

Auch die Männchen nehmen eine sich über mehrere Tage erstreckende Blutmahlzeit zu sich, oft direkt neben einem Weibchen. Erst dann sind sie in der Lage, Weibchen zu begatten.

Zu erkennen sind Auwaldzecken an ihrem charakteristischen Rückenschild, das nicht wie beim Gemeinen Holzbock einheitlich schwarz, sondern marmoriert ist. Vollgesogene Weibchen der Auwaldzecke sind etwas größer als die des Gemeinen Holzbocks. Charakteristisch ist, dass ihre Beine zwar ebenfalls an der Spitze des Körpers ansetzen, aber auch im gesogenen Zustand seitlich über die halbe Länge des Körpers nach hinten reichen.

Gefährlich werden können Auwaldzecken für Hunde vor allem als Überträger des Erregers der Hundebabesiose (auch „Hundemalaria“ genannt). Der Erreger (Babesia canis), ein Einzeller wie die Erreger der Malaria, parasitiert die roten Blutkörperchen. Bei den ersten Anzeichen dieser Krankheit (Schwäche, Kurzatmigkeit) sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Der Mensch wird von dieser Zeckenart in Mitteleuropa nur sehr selten gestochen, und in aller Regel erkrankt er nach Infektion auch nicht an Hundemalaria.

Schafzecke (Dermacentor marginatus) beim Hund

 

Schafzecke

Äußerlich und in ihrer Biologie gleicht die Schafzecke der Auwaldzecke.
Die Unterscheidung beider Arten ist dem Spezialisten vorbehalten. Das Vorkommen der Schafzecke beschränkt sich auf wärmebegünstigte Gebiete in Süddeutschland, z.B. das Rheintal und die Niederungen des Mains. Die Zecke fühlt sich auf offenen, sonnenexponierten Grasflächen (Trockenrasen) wohl. In großer Zahl ist sie vor allem dort zu finden, wo Schafe mehr oder weniger regelmäßig durchziehen. Wie bei der Auwaldzecke parasitieren auch hier nur die erwachsenen Zecken den Hund und andere große Säugetiere. Auch ihre Aktivitätsperiode erstreckt sich vom Spätsommer/Herbst bis in das Frühjahr, nur unterbrochen von Frostperioden im Winter.

Auch bei der Schafzecke gilt, dass sie den Menschen nur selten sticht.

Igelzecke (Ixodes hexagonus) beim Hund

Igelzecke

Nicht selten findet sich auch die Igelzecke auf Hunden. Diese auf fleischfressende Tiere spezialisierte Zeckenart kommt zwar in allen Teilen Deutschlands vor, sie ist aber nicht flächendeckend verbreitet. Ihr Vorkommen beschränkt sich überwiegend auf die Nest- oder Schlafplätze ihres Hauptwirts, des Igels, und ihrer unmittelbaren Umgebung. Insbesondere solche Hunde werden befallen, die gerne im Unterholz und in Verstecken herumstöbern – auch in Gartenlandschaften und Parks. Alle beweglichen Entwicklungsstadien (Larve, Nymphe, erwachsene Zecke) befallen auch den Hund. Gesogene Igelzecken sind daran zu erkennen, dass sie oft eine weißliche Färbung aufweisen. Es ist nachgewiesen, dass die Igelzecke mit ihrem Stich Borrelien und auch das FSME-Virus übertragen kann.
Der Mensch ist kein bevorzugter Wirt.

Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)

 

Braune Hundezecke

Werden Hunde in südliche Länder, z.B. rund um das Mittelmeer, mitgenommen, so bringen sie von dort gelegentlich die Braune Hundezecke mit nach Hause. Diese Zeckenart kommt in Deutschland nach den vorliegenden Daten im Freien nicht vor, kann aber gut in Wohnungen überleben und sich dort unter Umständen sogar stark vermehren (Eiablage!), was erhebliche Probleme nach sich ziehen kann. Die vom Hund abgefallenen vollgesogenen Zecken verkriechen sich in alle möglichen Ritzen und Spalten der Wohnung. Nach der Häutung kommen sie – fast nach Wanzenart – wieder hungrig aus ihrem Versteck, um den Hund erneut zu befallen.

Krankheiten, die durch Zecken beim Hund ausgelöst werden:

Babesiose

Die oft auch als „Hundemalaria“ bezeichnete Babesiose des Hundes wird durch Babesia canis verursacht. Es handelt sich hierbei um einen einzelligen Organismus, der zur selben Gruppe gehört wie die Erreger der Malaria beim Menschen. Wie bei der Malaria werden die Roten Blutkörperchen des Wirtes befallen. Übertragen wird der Erreger durch den Stich der erwachsenen Auwaldzecke. Ob auch die eng verwandte Schafzecke den Erreger überträgt, ist noch unklar. Eine potenzielle Gefährdung ist demnach hauptsächlich (oder ausschließlich) in solchen Regionen gegeben, in denen die Auwaldzecke vorkommt.
Zum Glück tragen nur relativ wenige Auwaldzecken den Erreger in sich. Die Hundebabesiose kann im günstigsten Fall mild verlaufen, sie kann aber auch einen sehr schweren Verlauf nehmen und für den Hund unbehandelt tödlich enden. Mögliche Krankheitszeichen sind ein gestörtes Allgemeinbefinden, Fieber, Fressunlust und Gewichtsabnahme. Dunkel gefärbter Harn ist ein Alarmzeichen, denn die Babesien befallen die roten Blutkörperchen, die dann massenhaft zerfallen und so die Nieren stark belasten. Die beschriebenen Krankheitszeichen treten meist 5-7 Tage nach dem Stich einer Auwaldzecke auf. Es sollte dann unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Lyme-Borreliose

Da für die Borreliose verschiedene Erreger verantwortlich sind, ist eine vorbeugende Impfung meist nicht zielführend, da die Impfungen nicht die ganzen Arten der Borrelien abdecken.

Wie der Mensch kann auch der Hund an einer Borreliose erkranken. Während es für den Menschen einigermaßen verlässliche Schätzungen gibt, die von einer Zahl von 50.000 bis 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland ausgehen, existieren solche Zahlen für den Hund nicht. Weder gibt es ein Meldewesen auf nationaler oder Länderebene, noch sind entsprechende Statistiken publiziert. Dazu kommt, dass die Diagnosestellung längst nicht immer einfach ist. Auch ist die Bedeutung der einzelnen Borrelienarten in Bezug auf eine Erkrankung beim Hund noch wenig untersucht. Bedenkt man jedoch, wie häufig Hunde im Vergleich zum Menschen von Zecken gestochen werden, und bedenkt man weiterhin, dass die Durchseuchungsraten des erwachsenen Gemeinen Holzbocks je nach Region häufig bei 15-20% oder noch darüber liegen, dann liegt die Vermutung nahe, dass die meisten Infektionen beim Hund im subklinischen Bereich verlaufen, d.h. ohne eine schwerwiegende Erkrankung.

Übertragen werden Borrelien durch Zeckenstich, vor allem durch den Gemeinen Holzbock. Aber auch die Igelzecke (Ixodes hexagonus) kann Überträger von Borrelien sein, nicht jedoch die Auwaldzecke oder die Schafzecke.

In der Fachliteratur beschriebene Fälle von Lyme-Borreliose beim Hund führen als Symptome Fieber, Lethargie, Appetitlosigkeit und lokale Lymphknotenschwellung auf. In einem Fall wurde auch eine Entzündung des Herzmuskels beschrieben. Ebenso wurden eine Arthrose, eine Schwellung der Gelenke und eine aufsteigende Lahmheit der Beine beobachtet, die Wochen und Monate nach Zeckenstich auftraten. Nach Literaturangaben sind Labradors, Golden Retriever und Shelties besonders häufig betroffen.

Die Diagnostik wird auch dadurch erschwert, dass die klinischen Symptome ähnlich sind wie bei einer Anaplasmose.

Vorbeugung

Anders als bei der FSME gibt es für den Menschen keine vorbeugende Impfung gegen die Lyme-Borreliose. Vorbeugung heißt zum erheblichen Teil: Verhindern von Zeckenstichen.
Eine Übertragung von Borrelien von der Zecke auf ihren Wirt kommt in den ersten 24 Stunden des Saugakts eher selten vor. Insofern ist die nächste Stufe der Vorbeugung, dass man sich nach dem Aufenthalt im Grünen so bald wie möglich gründlich auf Zecken absucht und gefundene Zecken umgehend entfernt. Gibt man einer Zecke Gelegenheit, für mehr als 24 Stunden zu saugen, steigt das Infektionsrisiko für den Betroffenen steil an, sofern die betreffende Zecke infiziert ist.
Zum Glück führt nicht jede Infektion mit Borrelien zwingend zu einer Lyme-Borreliose. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Nachsorge eines Zeckenstichs aber auf jeden Fall.

Anasplasmose 

Eine Anaplasmose wird durch das Bakterium Anaplasma phagocytophilum verursacht. Überträger ist auch hier der Gemeine Holzbock, I. ricinus. Befallen werden die Granulozyten, d.h. bestimmte weiße Blutkörperchen. Die möglichen Krankheitszeichen sind beim Hund zum Teil ähnlich wie bei einer Lyme-Borreliose: Lethargie, Appetitlosigkeit, Fieber, Störungen der Bewegungskoordination, Lahmheit, Entzündung der Bindehaut des Auges. Über die Häufigkeit dieser Krankheit beim Hund existieren keine Angaben.

Rickettsiose

Aus einheimischen Zecken wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Rickettsienarten beschrieben. Bei Rickettsien handelt es sich um sehr kleine Bakterien, die in den Zellen ihrer Wirte leben. Was ihre Übertragungswege und die durch sie ausgelösten Krankheiten betrifft, liegen bislang nur sehr lückenhafte Untersuchungen vor. So kommt z.B. Rickettsia helvetica regelmäßig im Gemeinen Holzbock vor, Rickettsia slovaca in der Schafzecke und Rickettsia raoultii in der Auwaldzecke. Inwieweit diese Bakterien Krankheiten beim Hund verursachen können, ist unklar.

Ehrlichiose

Der Erreger Ehrlichia canis verursacht beim Hund die sogenannte Ehrlichiose. Das Vorkommen konzentriert sich in Europa auf den Mittelmeerraum, wo der Erreger in der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) nachgewiesen wurde.

Ehrlichiose ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit der Hunde, die direkt nach dem Zeckenbiss übertragen wird. Der Verlauf der Ehrlichiose lässt sich in drei Phasen einteilen. In der ersten Phase findet man unspezifische Krankheitsanzeichen, Fieberschübe, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und blasse Schleimhäute. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen sinkt. In der zweiten Phase, die Jahre dauern kann, ist das Tier oft unauffällig, es ist ruhig, frisst schlecht und nimmt ab. In dieser Phase stellt das Tier ein Erregerreservoir dar, das heißt, es gibt die Krankheitserreger beim Blutsaugen der Zecken an diese ab. In der dritten chronischen Phase kann es zu Knochenmarksveränderungen mit mildem bis schwerem Verlauf kommen. Anzeichen für Ehrlichiose können Nasen- und Hautblutungen sowie Wasseransammlungen in den Beinen sein. Bei schwerem Verlauf können Gehirnhautentzündungen zu epileptischen Anfällen und Bewegungsstörungen führen. Weiterhin werden Muskelentzündungen, -schwäche und -schwund mit Gelenkschmerzen beobachtet.

Rechtzeitig erkannt, sind die Heilungsaussichten bei Ehrlichiose recht günstig. Bestimmte Antibiotika (Tetracycline) sind meist gut wirksam. Bei schwerwiegenden Fällen sind Bluttransfusionen notwendig, um die Zeit bis zur ausreichenden, eigenen Blutzellenbildung zu überbrücken.

– FSME

Übertragung des FSME-Virus durch Zeckenstich
WICHTIG: Das Virus befindet sich in der infizierten wirtsuchenden Zecke in den Speicheldrüsen. Diese gibt schon beim Einstechen in die Haut virushaltigen Speichel ab. Deshalb kann eine FSME-Infektion selbst dann erfolgt sein, wenn die saugende Zecke bereits nach wenigen Stunden bemerkt und entfernt wird.

Behandlung

Zur Behandlung einer Lyme-Borreliose wird vom behandelnden Arzt ein geeignetes Antibiotikum gegeben.

Liste der bislang in Europa beschriebenen Arten von Lyme-Borrelien

  • Borrelia afzelii (definitiv ein Erreger der Lyme-Borreliose)
  • Borrelia garinii (definitiv ein Erreger der Lyme-Borreliose)
  • Borrelia burgdorferi sensu stricto (definitiv ein Erreger der Lyme-Borreliose)
  • Borrelia spielmanii (definitiv ein Erreger der Lyme-Borreliose)
  • Borrelia lusitaniae (möglicherweise ein Erreger der Lyme-Borreliose)
  • Borrelia bissettii (möglicherweise ein Erreger der Lyme-Borreliose)
  • Borrelia valaisiana (möglicherweise ein Erreger der Lyme-Borreliose)
  • Borrelia bavariensis (möglicherweise ein Erreger der Lyme-Borreliose)

Was ist noch wichtig?

  • Eine einmal durchgemachte Lyme-Borreliose schützt nicht vor Neuinfektion oder Neuerkrankung.
  • Es findet keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung der Borreliose durch übliche Kontakte statt.
  • Eine FSME-Impfung schützt nicht vor der Lyme-Borreliose. Das eine hat mit dem anderen medizinisch nichts zu tun.
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  • HUNDEWEISHEIT

    "Es ist immer der Mensch, der den Hund nicht versteht. Nie umgekehrt!"

    Stefan Wittlin
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